„Adele Jellinek ist nach 1945, sicherlich zu Unrecht, in Vergessenheit geraten. Einzig ihr eindrucksvoll anrührendes Gedicht ‚Brot und Rosen‘, erschienen in der Arbeiter-Zeitung, ist im Zuge der Neuen Frauenbewegung wiederentdeckt worden. Dieses Gedicht hat sie, angeregt durch einen Textilarbeiterinnen Streik, bei dem Arbeiterinnen eine Standarte mit der Aufschrift ‚Wir wollen Brot – aber auch Rosen‘ getragen haben, geschrieben.“ – Theodor-Kramer-Gesellschaft: Über Adele Jellinek, 2. März 1890, Wien – ermordet am 5. September 1943 im Ghetto Theresienstadt Dieses Gedenkkonzert ist das Fundament einer kritischen und bewussten Auseinandersetzung mit der Vergangenheit sowie die Basis für einen verantwortungsvollen Umgang mit der eigenen Geschichte. Das Gedenkkonzert ist aber auch identitätsstiftend und soll das gesellschaftliche Bewusstsein für jegliche Formen von Gewalt und Diskriminierung schärfen und gleichzeitig den Wert einer pluralistischen, demokratischen Gesellschaft hervorheben.