Ein Abend, der ganz in die vielschichtige Klangwelt Dmitri Schostakowitschs führt. Zwei Werke, innerhalb von vier Jahren entstanden, zeigen kontrastreiche Facetten eines Komponisten zwischen persönlicher Poesie und politischem Druck. Das 2. Klavierkonzert von 1957 ist ein heiteres, überraschend lichtes Werk, das Schostakowitsch seinem Sohn Maxim widmete. Der niederländische Pianist Nikola Meeuwsen bringt seine junge Leichtigkeit in dieses heitere Werk mit ein. Ganz anders gibt sich die 10. Symphonie. Das Werk, oft als musikalische Verarbeitung der Stalin‑Zeit gedeutet, entfaltet einen weiten Bogen von düsterer Spannung bis zu einem kämpferisch freien Finale. Adam Hickox leitet den Abend und offenbart die große Spannweite der Musik Schostakowitschs – eine Klangsprache, bei der das Bruckner Orchester seine mächtige Tongebung mit Klarheit und großer emotionaler Intensität verbinden kann. Ein Konzert, das die Kontraste eines außergewöhnlichen Musikschaffens unmittelbar erlebbar macht.
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