Alejandro und Estevan Gutiérrez: ein Schweizer Vater, eine ecuadorianische Mutter, acht Jahre Altersunterschied - und ein instrumentaler Gitarrensound, den das New York Times Magazine einmal als "instrumental guitarscapes that sound like a psychedelic spaghetti western" beschrieben hat. Sechs Alben in gut zehn Jahren, und noch immer klingt kein anderes Duo genauso. Mit "Los Ojos Del Condor" - erscheint am 25. September auf Easy Eye Sound - vollziehen die Brüder eine konsequente Verschiebung hin zu den Wurzeln ihrer ecuadorianischen Mutter und peruanischen Urgroßmutter. Dan Auerbach (The Black Keys) produzierte das Album in Nashville - bereits die dritte gemeinsame Arbeit des Trios. Die Weite der Prärie weicht den Rhythmen der Anden: ecuadorianische Volksmusik, peruanisch-kolumbianische Cumbia, argentinische Milonga. Alejandro greift erstmals im Studio zur Charango, Estevan bleibt der Nylonsaiten-Gitarre treu, die ihm sein Vater im Alter von acht Jahren geschenkt hat. Den Titel borgt das Duo vom Kondor, dem Wappentier Ecuadors: ein Blick von oben, der Schönheit erst durch Distanz sichtbar macht. "Canto Andino", die erste Single, führt mit einer schlichten Gitarrenfigur in dieses Klanguniversum ein, bevor Slide-Guitar und Orgel das Stück ins Weite treiben - wechselhaft wie das Wetter in den Hochanden. "Tren Macho" evoziert die legendäre Bahnstrecke von Huancayo nach Huancavelica; "Yanantin" ist dem Konzept der ergänzenden Dualität gewidmet. Das Albumcover entstand fast zufällig: Estevan fotografierte auf einer Peru-Reise im Frühjahr 2026 zwei Frauen mit Lamas auf einem Hügel - auf Analogfilm. Nicht die Brüder selbst stehen diesmal im Bild, sondern die Kultur, der sie sich zugehörig fühlen. "Es geht nicht immer um uns", sagt Alejandro. "Es geht mehr um die Kultur, die wir bewundern und ehren." Das Konzert am 19. August fällt mitten in die europäische Headliner-Tournee des Duos - und damit in die Tage unmittelbar vor dem Albumrelease. Wer auf der Frisc
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