Im Zwielicht des »dunkelnächt’gen Landes« zwischen Leben und Tod – oder Tod und Leben – geht eine kleine Gruppe sich Erinnernder: Die Wandernden verstehen noch nicht ganz, wo sie sind. Ihre müden Gedanken kreisen um ihre letzten Stunden und darum, was ihr Leben wohl gewesen sein mag. Nur ein Knabe weiß von nichts: Jeder seiner Schritte ist von einer Fröhlichkeit getragen, die er den anderen gerne mitteilen würde. Glockenschläge ertönen. Der Knabe erkennt, dass die Stunde gekommen ist, den ziellosen Weg zu beenden ... In ihrer Erzählung Die Karawane und die Auferstehung widmete sich Ingeborg Bachmann nur wenige Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs den großen Fragen nach Transzendenz, Erlösung und dem Sinn des Lebens. Komponist Wolfgang Sauseng und Librettistin Elisabeth Vera Rathenböck heben die Prosa der österreichischen Schriftstellerin, die im Jahr 2026 ihren 100. Geburtstag feiern würde, gemeinsam mit dem Chorus sine nomine und Johannes Hiemetsberger eindrucksvoll auf die Bühne.
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