Eine junge Frau gerät nach einem Tanzabend unvermittelt ins Visier der Polizeibehörden und plötzlich bleibt nichts mehr privat, denn der Boulevardjournalismus findet seine Opfer schnell. Auflagenzahlen steigen, die Moral sinkt: Verleugnung, Unterstellungen und Vorverurteilung beherrschen Katharinas Alltag, und schließlich verliert sie jegliche Kontrolle über ihr Leben an all die Gerüchte und Bilder, die von ihr gemacht und verbreitet werden. Katharina wird tatsächlich zur Täterin und erschießt einen Journalisten. Heinrich Bölls Erzählung aus dem Jahr 1974 zeigt einen Journalismus, der jede Ethik für hohe Auflagenzahlen verkauft hat. Heutzutage sind polarisierende Medien und aggressive Meinungsmache noch übermächtiger geworden und oftmals nicht nur das Zünglein an der Waage, sondern beeinflussen ganz entscheidend gesellschaftliche Entwicklungen. Sind wir wirklich bereit, jede Verleumdung zu glauben, bei jeder Hetze mitzumachen, wenn diese nur unsere Vorurteile bestätigt?
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Breite Kulturveranstaltung mit bildender Kunst, Performance oder interdisziplinärem Programm. Erwarte vielfältige künstlerische Eindrücke.






