Autoritäre Strömungen haben weltweit Konjunktur. Die einen jubeln über deren triumphale Rückkehr, die anderen sind besorgt über die zunehmende Obrigkeitshörigkeit der Massen. Von Sigmund Freud über Erich Fromm, von Hannah Arendt bis Slavoj Žižek: Philosophie, Psychoanalyse und Politik fragen seit jeher nach dem Wesen und der Legitimation von Autorität. Aber was bedeutet eigentlich autoritär? Welche Formen des Autoritären lassen sich unterscheiden? Wen erkennen wir als Autorität an und wem unterwerfen wir uns freiwillig? Gibt es ein Recht zu gehorchen oder eine Pflicht zum Widerstand? Wenn es stimmt, dass Autorität notwendig ist, dann reicht es nicht, sie pauschal abzulehnen. Wir müssen verstehen, wem wir wann gehorchen müssen. Lisz Hirn, geboren 1984, arbeitet als Publizistin und Philosophin in der Jugend- und Erwachsenenbildung, u. a. am Lehrgang "Philosophische Praxis" der Universität Wien. "Wer braucht Superhelden? Was wirklich nötig ist, um unsere Welt zu retten" erschien 2020 bei Molden, "Macht Politik böse? Zehn Trugschlüsse" 2022 bei Leykam, zuletzt 2023 "Der überschätzte Mensch. Anthropologie der Verletzlichkeit" bei Zsolnay. Mit ihrem aktuellen Podcast "Mit Hirn durchs Leben" bei Ö1 gibt sie Denkanstöße zu den großen Fragen unserer Zeit. "Sie trägt die Philosophie in die Öffentlichkeit - unerschrocken, glasklar und für alle verständlich" (Barbara Bleisch) "Ein unbestechlicher Blick auf den Menschen … Originell, provokant, brillant" (Konrad Paul Liessmann) Moderation: Till Köppel Lisz Hirn, Gehorchen. Über das Wesen der Autorität, Zsolnay, 2026 https://www.hanser-literaturverlage.de/
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