Adalbert Stifter, wohl berühmtester oberösterreichischer Zeitgenosse von Anton Bruckner, veröffentlichte 1841 einen Text mit dem Titel Ein Gang durch die Katakomben. In diesem »Reisebericht« über einen Rundgang durch die Katakomben unter dem Wiener Stephansdom entspinnt Stifter ein Nachdenken über den Tod, die Vergänglichkeit, die Geschichte und Würde des Menschen, mit anderen Worten: über dessen Wissen um die eigene Endlichkeit. Mitarbeiter:innen des Stifter-Hauses lesen zweimal täglich, jeweils um 9:00 Uhr und um 13:30 Uhr, Passagen vom auf den Adalbert-Stifter-Platz hin ausgerichteten Balkon des StifterHauses, in denen Adalbert Stifters so einprägsame wie unverwechselbare Sprache eindrucksvoll vor Augen führt, warum es lohnt, bewusst, reflektiert und verantwortungsvoll zu leben und zu handeln.
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