Dirk Stermann im Gespräch mit Dominika Meindl Seit 1988 lebt und arbeitet Dirk Stermann in Österreich. Beides sehr intensiv. Denn der Radio- und Fernsehmoderator, Kabarettist, Schauspieler und Schriftsteller gehört wohl zu den bekanntesten Gesichtern der Medienszene. Von erschreckender Aktualität ist trotz seiner grundsätzlichen Heiterkeit der Roman „Republik der Irren“ umso mehr, als seine Handlung auf historischer Basis beruht. Schauplatz ist nämlich die ehemals habsburgische Hafenstadt Fiume, heute Rijeka. Es war bei den Friedensverhandlungen von Paris dem Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen zugesprochen worden. Unter Führung des Schriftstellers, Nudisten und glühenden Nationalisten Gabriele D’Annunzio rücken am 12. September 1919 2000 italienische Freischärler in die Stadt ein und rufen kurzerhand die Republik aus. Aus den Irrenhäusern Italiens werden nun Patienten angefordert, um Ministerposten in der neuen Republik zu bekleiden. Und deshalb macht sich auch der Krankenwärter Cherubino auf, um einen freundlichen Axtmörder an die Adria zu bringen…. Ganze 15 Monate sollte diese Probebühne für den Faschismus Bestand haben. Ins Gespräch über den Roman wird der Autor mit der Schriftstellerin („Selbe Stadt, anderer Planet“, Picus Verlag 2024), Gründerin der Linzer Lesebühne, Journalistin, Essayistin, Herausgeberin und Moderatorin Dominika Meindl (*1978 in Linz) kommen.
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