Teatro Telaio, Brescia (I) | Familien-Soirée Ein Stück über Erinnerung, Herkunft und Verantwortung Was ist das Vaterland? Ist es ein Ort, eine Sprache, ein Geruch aus der Kindheit? Ist es die Stimme der Mutter, das Lachen einer Freundin, ein Gegenstand, den man nie vergessen hat? Vielleicht – so schrieb einst Rainer Maria Rilke – liegt das eigentliche Vaterland des Menschen nicht in einem geografischen Raum, sondern in seiner Kindheit. Auf persönliche und eindringliche Weise erzählt das Stück „Die Österreicherin“ von Identität, Herkunft, Schuld und dem Wunsch nach Vergebung. Im Zentrum stehen zwei Frauen, deren Lebensgeschichten vom Faschismus des 20. Jahrhunderts geprägt wurden – und von den Fragen, die bis heute nicht verstummen. Denn die Mechanismen von Ausgrenzung, Fanatismus und Manipulation sind zeitlos – und gefährlich aktuell. Vergangenheit und Gegenwart verweben sich. Und es bleiben die Fragen: Was ist das Vaterland – wirklich? Was davon tragen wir in uns? Und wie gehen wir mit einer Geschichte um, die nicht vergangen ist? Konzept, Inszenierung und Spiel: Sabine Liselotte Uitz Sprache: Deutsch Dauer: ca. 50 Minuten






