Ein Vorname, der sich tatsächlich so schreibt, und ein Hut, unter dem das Gesicht gern verschwindet: Brookln Dekker setzt auf das Zarte, nicht auf die große Geste. Aufgewachsen im Mittleren Westen der USA, gründete er mit seiner britischen Frau Ruth das Indie-Folk-Duo Rue Royale, tourte mit ihr von 2008 bis 2014 quer durch Europa und zog in ihre Heimat. Heute lebt er in Nottingham. Seit 2019 ist Dekker solo unterwegs, und zwar zügig: vier Alben in fünf Jahren. Den Titelsong von "Future Ghosts" (2024) schrieb er mit seiner Tochter, nachdem sie wissen wollte, was mit uns passiert, wenn wir sterben. Den Nachfolger "Neither Up Nor Down" (2025) mischte Zach Hanson, der sonst für Bon Iver und Low an den Reglern sitzt. Im Duett "The Dove" fragt er gemeinsam mit Ruth, nach 22 Ehejahren, ob man noch verliebt sei. "Photograph" schafft er nach eigener Aussage nicht ohne Tränen. Und "Not Feeling Up" ist wohl die fröhlichste Verweigerung, die der Indie-Folk zu bieten hat: "I'm not feeling up now / Not feeling up now / Can we get down?" Das nächste Album "Man on the Mend" ist schon angekündigt, die erste Single "Carried Away" bereits draußen. Mehr als 250 Millionen Streams zeigen die Reichweite, über 2.000 Konzerte in 18 Jahren zeigen, wo diese Musik eigentlich hingehört. Mit Gitarren, Geschichten und einer entwaffnenden Offenheit verwandelt Dekker einen Konzertsaal in einen Raum, in dem Fremde für ein paar Stunden einander näher sind als sonst. Melancholisch und leicht, komisch und zutiefst menschlich: Indie-Folk zum Näherrücken. Aktuelles Album: "Neither Up Nor Down" (2025), Useful Fictions https://www.dekkermusic.com/
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