Das neue Album der Dichtis erscheint im Herbst 2026 und sorgt schon jetzt nicht nur für Gesprächsstoff, sondern gar für Empörung. Dort, wo sich die Einen nach Jahren des Wartens vor ausgelassener Freude in die Arme fallen, schlagen die Anderen schockiert die Hände über dem Kopf zusammen. Was ist da los? Nach ihrer Album-Trilogie in Mundart reißen Dutti & Urkwell die fabulöse Büchse der Pandora auf. Ob dieser Schritt unweigerlich im Verlust ihres Kult-Statuses mündet, oder sie sich neue Dimensionen im Dreieck Deutschland, Österreich und der Schweiz erschließen, wird sich zeigen, wenn die Scheibe zu rotieren beginnt. Fortan kann somit nicht nurmehr der Nieder- oder Oberbayer, sondern selbst der Ost-Westphale oder der Süd-Nordfriese ein neues zu Hause in der subersiven Dichtis-Ironie finden. "Dicht & Ergreifend verkaufen ihre Seele an den Mainstream und verlieren unweigerlich sämtliche Glaubwürdigkeit." So in etwa könnte im Feuilleton eine Schlagzeile lauten, aber auch folgende Interpretation wäre denkbar: "Sprachgewaltig wie nie: Dicht & Ergreifend überwinden sprachliche Grenzen und gewinnen dabei sogar noch an Wucht und Wahrhaftigkeit." "Das Zweiländerdreieck" hat es faustdick hinter den Ohren, zumal es sich um das erste Konzeptalbum der Dichtis handelt und zugleich mal wieder mit einer inhaltlichen Gnackwatschn, pardon: einer hochdeutschen Genick-Schelle, zu rechnen ist. Die Hälfte der Songs kommt im vertrauten Dialekt, die andere Hälfte in Hochdeutsch. Was wie Identitätsverlust wirkt, entpuppt sich als Generalangriff auf blinde Traditionen und inkludiert endlich auch jene, die bisher nur zustimmend auf die Beats mitgenickt haben. Wenn das »zweisprachige« Konzeptalbum einschlägt, weitet sich das Dichtiversum möglicherweise auch außerhalb des Freistaates aus. Wenn die Scheibe floppt, werden sie wohl gnadenlos aus Bayern abgeschoben. Für die anti-lokalpatriotischen Wahlberliner wäre das so oder so eine runde Sache, oder besser gesagt
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