Wir alle wissen, was Schwer.kraft ist – aber „wie geht Leichtigkeit“? Sprezzatura, ein Begriff aus der italienischen Renaissance, beschreibt eine Haltung, ein Lebensgefühl, eine Art sich zu präsentieren: Sei es noch so anstrengend, kunstvoll, schwierig – alles soll mühelos erscheinen! Diese in allen Lebensbereichen zur Schau getragene Mühelosigkeit verleiht Eleganz, Lässigkeit und Erhabenheit und wird in der Musik beispielsweise in virtuosen Passagen und Diminutionen umgesetzt. Schwer erscheint vielleicht manchmal Musik aus längst vergangener Zeit oder außerhalb unserer Gewohnheiten. Leicht ist es aber, sich von ihr davon tragen zu lassen. Kompromisslos ist die Musik – mühelos wollen wir sie erscheinen lassen – losgelöst von allem ist die Empfindung, die sie hervorruft. Lasst uns schweben. Leicht. Leicht. Werke u.a. von Antonio de Cabezón, Girolamo Frescobaldi, Vittoria Aleotti, Kevin Volans und Alyssa Aska. Die Vielfalt der Instrumentenfamilie und das Zusammenklingen dieser im Consort, stellt für die fünf Musikerinnen die Krönung („Prime\“, engl. für Höhepunkt und Krönung) des Musizierens dar. Als verbindendes Element wirkt neben der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz, an der sich alle Musikerinnen kennen lernten, die inbrünstige Liebe zur „Flauto dolce“. Foto: Reinhard Winkler
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