Youtube Liversteam Moderation: Kathrin Trattner Deutsch Die Funktion einer Maschine ist, was sie tut. Die digitale Maschine spuckt seit über 20 Jahren regelmäßig und formelhaft Faschismen und Radikalisierung aus. Trumpisierung und Extremismus gewinnen, begegnen möchte man ihnen mit Faktenchecks und Medienkompetenz. Naives Denken, sagt Simon Strick, denn Faschisierung ist eine Grundtendenz digitaler Medien. Rechtspopulismus und Internet entstanden nicht nur zeitgleich, sie arbeiten mit verwandten Formeln und haben die Öffentlichkeit zum Reaktionären hin transformiert. In seiner so luziden wie materialreichen Analyse kommt der Medienwissenschaftler mit Leo Löwenthal zu dem Fazit: Der demokratische Diskurs befindet sich unvorbereitet und hilflos auf der Fluchtlinie der Faschisierung. Ein Umdenken ist nötig. Faschisierung: Fluchtlinie des Digitalen. Suhrkamp 2026 Simon Strick, geboren 1974, ist Kulturwissenschaftler und freier Autor, u. a. beim Performancekollektiv »Panzerkreuzer Rotkäppchen«. Über seine 2021 erschienene Studie Rechte Gefühle urteilte der Deutschlandfunk, das Buch sei »die wohl intelligenteste und umfassendste Darstellung des zeitgenössischen Faschismus«. Der Talk ist Teil von: Konferenz zum Faschismus der Gegenwart und Möglichkeiten des Widerstands.






