Was wäre, wenn eine Gesellschaft Gier und Herrschaft tatsächlich hinter sich gelassen hat? Mit ihrem Romandebüt LAHEA (Otto Müller Verlag) entwirft die Linzer Schriftstellerin Lisa-Viktoria Niederberger eine fiktive Inselgesellschaft, die als Gegenbild zu unserer Gegenwart funktioniert – und dabei alles andere als ein einfaches Gedankenexperiment bleibt. Die Insel Ebria Ebria ist eine Insel – fern unserer Zeit und doch erschreckend nah. Als ein toter Wal, begraben unter Plastikmüll, an die Küste gespült wird, nehmen sich die Bewohner:innen nur, was sie brauchen – nie mehr, als ihnen zusteht. Sie leben im Gleichgewicht mit der Natur und in einer Gesellschaft, die Gier und Herrschaft hinter sich gelassen hat, wohlwissend, wie fragil dieses Gleichgewicht ist. Im Mittelpunkt steht Lahea, Tochter der Dorfvorsteherin, die aufbricht, um Ebria zu erkunden – und dabei mit verdrängten Wahrheiten, Rissen im Gemeinschaftsgefüge und einer wachsenden Bewegung konfrontiert wird, die alles infrage stellt, wofür Ebria steht. Feminismus, Ökologie, solidarisches Leben Feministische Perspektiven, ökologische Fragen und solidarische Lebensentwürfe prägen den Roman – eindrucksvoll, visionär und poetisch erzählt. Niederberger, die sich in ihrem Schreiben seit Jahren mit den Beziehungen zwischen Mensch und Natur beschäftigt, stellt mit LAHEA grundlegende Fragen: Wie viel Fürsorge braucht eine Gemeinschaft? Wie geht sie mit Verrat und Gewalt um? Und wie hält sie zusammen, wenn das Fundament bröckelt? Zur Autorin Lisa-Viktoria Niederberger, *1988, lebt als Schriftstellerin und Kulturwissenschaftlerin in Linz. Für ihr literarisches Schaffen wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Theodor-Körner-Preis, dem Kunstförderpreis und dem Marianne-von-Willemer-Frauen-Literatur-Preis der Stadt Linz. Zuletzt erschienen das Kinderbuch Helle Sterne, dunkle Nacht (Achse Verlag, 2024) und der Essay Dunkelheit. Ein Plädoyer (Haymon, 2025). LAHEA ist ihr erste
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A broad cultural event encompassing visual arts, performance, or interdisciplinary creative programming. Expect a diverse mix of artistic experiences and cultural expression.
An author or performer reads aloud from a literary work — a novel, short story, poetry collection, or essay — often with a brief introduction and audience discussion afterwards.




