Leben wir bereits im digitalen Faschismus? Stehen wir nicht längst unter der Kontrolle von Plattformen, die uns beobachten, uns den Takt vorgeben und die Weltbilder von Milliardär:innen und ultrakonservativen Tech-Revolutionär:innen verbreiten? Oder sollten wir mit dem Begriff Faschismus vorsichtiger umgehen? Lassen sich dieselben Werkzeuge nicht ebenso für eine gute Verwaltung und Regierung einsetzen? Beschreibt Technofaschismus ein Regime, dessen Umrisse bereits zu erkennen sind – oder verdeckt der Begriff mehr, als er erklärt? Und was folgt daraus politisch: Regulierung, Verweigerung, alternative Infrastrukturen oder alles zugleich? Paul Feigelfeld ist ein Kultur- und Medienwissenschafter. Seine Arbeit erforscht transkulturelle Ansätze zur Medien- und Wissensgeschichte, kritische Perspektiven auf Technologien und deren Schnittstellen mit Kunst und Design. Feigelfeld berät zudem Kunstinstitutionen und war Gastkurator der Vienna Biennale 2019. Orit Halpern ist Wissenschaftshistorikerin und Medienwissenschafterin mit einem Fokus auf künstlicher Intelligenz, Design, Politik und Wissensproduktion. Sie ist Autorin von Beautiful Data: A History of Vision and Reason (Duke University Press, 2015) und Co-Autorin von The Smartness Mandate (mit Robert Mitchell; MIT Press, 2023). Moderation: Daniel Mayer
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