Aus der Novelle „Aus dem Leben eines Taugenichts“ von Joseph von Eichendorff (1788-1856) aus dem Jahre 1826 „Wenn ich ein Taugenichts bin, so ist’s gut, so will ich in die Welt gehen und mein Glück machen“ Ein Müller schickt seinen Sohn, den er einen Taugenichts schimpft, weil dieser ihn die ganze Arbeit allein machen lässt, hinaus in die weite Welt. Fröhlich nimmt der Sohn seine Geige und verlässt sein Dorf, ohne ein klares Ziel vor Augen zu haben. Der von Fernweh Getriebene gelangt über Wien nach Italien und dann zurück nach Deutschland. Dabei begegnet er wunderlichen Gesinnungsgenossen und seiner großen Liebe. Das Hauptwerk der deutschen Spätromantik, vor exakt 200 Jahren (1826) erstmals vollständig erschienen, behandelt u.a. den Gegensatz zwischen moralpredigenden Philistern und „faulen“ Lebenskünstlern. War Goethes „Italienische Reise“ ein bewusstes Schauen und Sich-Bilden, so handelt es sich bei Eichendorff um ein programmatisches Nicht-Wahrnehmen. In bewusster Distanz zur protestantischen Vorstellung eines nur im Wort bezeugten Gottes lässt Eichendorff den Helden die Gnade Gottes in Naturerfahrung, Reiseverlauf und biographischer Fügung unmittelbar erfahren, wobei Versuchungsszenen (Verführung, Sinnlichkeit, italienisches Milieu) demonstrativ nicht in Sünde, sondern in unverbrüchlichem Gottvertrauen und sittlicher Integrität enden. Philipp Hochmair Philipp Hochmair ist ein österreichischer Film-, Fernseh- und Theaterschauspieler. Er studierte Schauspiel am Max-Reinhardt-Seminar in Wien sowie am CNSAD in Paris (1993-1996). Neben seiner filmischen Arbeit ist er vor allem für seine Bühnenarbeit an nationalen und internationalen Theatern bekannt, wo er viele klassische Rollen in einem modernen „postdramatischen“ Stil übernommen hat, unter anderem Hamlet, Mephisto (Goethes Faust) und Werther (nach Goethes Briefroman „Die Leiden des jungen Werthers“). Unter seinen vielen Rollen hat Hochmair mit dem Monolog „Jedermann
About these tags
Short explanations of what to expect at this event.
This venue and event are designed to be barrier-free and accessible for people with physical disabilities. This may include step-free access, wheelchair spaces, hearing loops, and accessible toilet facilities. Please contact the venue directly for specific accessibility details.
An educational event combining expert presentations and guided discussion, typically aimed at a professional or academic audience on a focused topic.
A film screening in a cinema, outdoor setting, or special venue. May include introductions, director talks, or themed programming depending on the event.






