In seiner letzten Saison als Chefdirigent des Bruckner Orchester Linz erwartet Markus Poschner ein Debüt: Zum ersten Mal wird er ›sein‹ Orchester in einer Sonntagsmatinee dirigieren. Für diesen besonderen Anlass hat er sich mit einem ganz besonderen Solisten zusammengetan: Emmanuel Pahud, Soloflötist der Berliner Philharmoniker, spielt das 2013 entstandene Dreamtime für Flöte und Orchester seines Landsmannes Philippe Hersant, das – wie der Name schon sagt – mit flirrenden Klangflächen zum Träumen einlädt. Außerdem setzt Poschner mit dem Konzert seinen Beethoven-Zyklus mit dem BOL fort. Auf dem Programm stehen zwei Symphonien, die – zu Unrecht! – häufig im Schatten ihrer berühmten Geschwisterwerke weilen: Beethovens 2. Symphonie entstand zu einer Zeit, als er sich mit seinem beginnenden Gehörverlust konfrontiert sah. Nichtsdestotrotz zeichnet sich das Werk durch überschäumenden Optimismus aus: »ich will dem schicksaal in den rachen greifen, ganz niederbeugen soll es mich gewiß nicht«, so Beethoven damals an seinen Freund Franz Gerhard Wegeler. Aber auch die 4. Symphonie strotzt voll musikalischer Hochgefühle. Robert Schumann charakterisierte sie als »eine griechisch schlanke Maid« zwischen den »zwei Nordlandriesen«, der 3. und der 5. Symphonie Beethovens.
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