Ludwig van Beethoven und Franz Schubert waren Zeitgenossen und Kollegen, die eine tiefe Wertschätzung füreinander verband. So berichtet der Beethoven-Schüler Ferdinand von Hiller, wie sein Lehrer von Schubert und dem Bariton Johann Michael Vogl zu Tränen gerührt wurde: »Schubert hatte wenig Technik, Vogl hatte wenig Stimme, aber beide hatten so viel Leben und Empfindung, gingen so gänzlich auf in ihren Leistungen, daß es unmöglich gewesen wäre, die wunderbaren Kompositionen klarer und zugleich verklärter wiederzugeben [...] von meiner Rührung, von meinem Enthusiasmus darf ich nicht sprechen – aber mein Meister, der doch schon fast ein halbes Jahrhundert Musik hinter sich hatte, war so tief ergriffen, daß Tränen auf seinen Wangen perlten.« Im facettenreichen Programm der Camerata Salzburg rund um die beiden Komponisten sind gleich zwei Starsolisten auf einmal zu erleben: Tenor Julian Prégardien singt orchestrierte Schubert-Lieder, eingerahmt von Beethovens ›Coriolan‹-Ouvertüre und dem Finalsatz aus Schuberts ›Tragischer‹ Symphonie Nr. 4. In der zweiten Hälfte darf man auf den Pianisten Kristian Bezuidenhout gespannt sein, der den Solopart Beethovens 4. Klavierkonzert G-Dur übernimmt.
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