MUME: Swimming in My Shoes Nazanin Mehraein in Zusammenarbeit mit Mehdi Bakhshi MUME ist ein Projekt von Oscar Cueto MUME (Museo Mexicano) ist ein nomadisches Anti-Museum, das von Oscar Cueto mit dem Ziel gegründet wurde, alternative Erzählungen im Kontext der gegenwärtigen geopolitischen Umwälzungen und globalen Migrationsbewegungen zu provozieren. Das Projekt bringt internationale Kulturschaffende zusammen, um in Österreich und darüber hinaus kollaborative Arbeiten zu realisieren. Im Rahmen des Jahresprogramms zur Neuschreibung von Rollen wird Swimming in My Shoes von der Künstlerin Nazanin Mehraein (IR/AT) in Zusammenarbeit mit Mehdi Bakhshi (IR) präsentiert. In einem geschlossenen Raum, verkörpern Mehraein und eine Body Puppet wiederkehrende Gesten des Alltags: minimale Routinen, die – von einer surrealen Nuance durchzogen – durch ihre Beharrlichkeit in Akte der Resilienz übergehen. Die Arbeit stellt Routine nicht als etwas Banales dar, sondern als eine Technologie des Überlebens, als eine stille Form des Beharrens inmitten von Brüchen. Anstatt eine didaktische Anleitung zum Umgang mit einer überwältigenden Realität zu bieten, legt das Projekt nahe, dass im Bereich des Alltäglichen das Subjekt – selbst unter Politiken der Angst, Überwachung und Kontrolle – Mikrotaktiken entfalten kann, die in der Lage sind, Makrostrukturen zu verschieben. Swimming in My Shoes fungiert somit als ein performatives Handbuch alltäglicher Rebellion: ein Terrain grauer Zonen, in dem Gehorsam und List, Resignation und Kreativität, Trauer und Freude nebeneinander existieren. Die Performance legt, in Resonanz mit einigen Überlegungen von Michel de Certeau nahe, dass geschlossene Systeme gerade in den alltäglichen Praktiken am wirksamsten unterlaufen werden: Wege umlenken, Karten mit dem Körper neu schreiben, schräg lesen, Rezepte improvisieren, Medien ironisch oder verschoben nutzen, bedingungslos lieben. In diesen Gesten erscheint das Kollektiv nicht läng




