Seit 2002 ist Franz Welser-Möst Musikdirektor des Cleveland Orchestra. 2027 feiert er seinen Abschied und ist damit der am längsten amtierende Musikdirektor in der Geschichte des Orchesters. Ein letztes Mal kehrt er mit ›seinem‹ Orchester für ein besonderes Konzert an Anton Bruckners 130. Todestag zum Brucknerfest Linz zurück. Am Beginn steht dabei Wolfgang Amadé Mozarts 34. Symphonie, die letzte, die dieser 1780 als Hofmusiker in Salzburg vollendete und deren Uraufführung er ein Jahr später, endlich aus dem ungeliebten Dienst entlassen, in Wien präsentierte. Dem folgt ein Werk des niederösterreichischen Komponisten Bernd Richard Deutsch: Das 2020 für das Cleveland Orchestra entstandene Intensity pendelt zwischen überwältigender Extravaganz und introspektiver Intensität, ähnlich wie Richard Strauss’ gewaltig besetzte Symphonia domestica, mit der dieser der Intimität seines Familienlebens ein klingendes Denkmal setze: »Ich sehe nicht ein, warum ich keine Sinfonie auf mich selbst machen sollte. Ich finde mich ebenso interessant wie Napoleon und Alexander.«
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