Was haben das Wiener Volkslied »O du lieber Augustin«, Beethovens ›Appassionata‹ und Joseph Haydns Klaviersonate Nr. 50 D-Dur gemeinsam? Alle drei Werke (und noch viele mehr) zitiert Dmitri Schostakowitsch in seinem außergewöhnlichen Klavierkonzert Nr. 1 c-Moll für Klavier, Trompete und Streichorchester, dessen Singularität sich bereits in der scheinbar doppelten Angabe des Klaviers im Titel widerspiegelt. Der Grund dafür liegt in der Entstehungsgeschichte des Werks: Ursprünglich wollte Schostakowitsch ein Trompetenkonzert schreiben, zu dem er dann das Klavier hinzufügte, um es zu einem Doppelkonzert zu machen. Im weiteren Verlauf wurde das Werk schließlich zu einem Klavierkonzert mit einer exponierten Solotrompete. Neben dem türkischen Pianisten Fazıl Say, der mit seinem brandneuen Konzertstück für Klavier, Trompete und Streicher als Komponist in Schostakowitschs Fußstapfen tritt, übernimmt den zweiten Solopart die französische Trompeterin Lucienne Renaudin-Vary, die zuletzt im Brucknerfest 2025 das Linzer Publikum verzauberte. Das Kammerorchester Basel – eines der herausragenden Kammerorchester Europas – vervollständigt das Programm mit Leoš Janáčeks Suite für Streichorchester und Antonín Dvořáks Streicherserenade.
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